Ehrenamtliche Mitarbeit

Ehrenamtliche Mitarbeit in allen Phasen des Lebens als ein Dienst der Nächstenliebe. Mithilfe im Ehrenamt Eine Einrichtung des VKA.

Soziales Engagement in Senioreneinrichtungen

 

gekauft 1.1.2021 durch Frau Rabeneck

Möchten Sie sich ehrenamtlich engagieren?
  • Haben Sie Freude am Kontakt mit anderen Menschen?
  • Können Sie sich gut auf andere Menschen einstellen?
  • Können Sie gut zuhören?

Dann sind Sie jederzeit herzlich willkommen. Wir bereiten Sie durch Schulungen auf diese Aufgabe vor und begleiten Sie auch in der Praxis kontinuierlich. Die Aufgabe soll Freude bereiten und darf niemanden überfordern.

Wie Sie sich in der Praxis einbringen können:
  • Besuche der Bewohner (keine Pflege)
  • Begleitung und Entlastung von Angehörigen
  • Gespräche und Sitzwachen
  • gemeinsam beten
  • einfach da sein, wenn ein Leben zu Ende geht

Stellvertretend für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Schwester Maria Ancilla König SCC

"Der Übergang von diesem Leben in das Jenseits ist für jeden Menschen – ganz gleich welcher Religion oder Weltanschauung – ein ganz besonderer Abschnitt. Der Mensch geht auf etwas zu, das er nicht kennt. Gleichzeitig scheint sein Leben an ihm vorbeizuziehen. Beides löst die verschiedensten Gefühle aus. Ich möchte den Menschen in dieser Situation nahe sein, ihnen eine Stütze sein und – soweit es möglich ist – helfen, mit den Gefühlen zu leben."

 

Sr. Maria Ancilla König, Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe, Paderborn 

Günter Roggel

"Was ist „gutes Leben“? Nach meiner Erfahrung besteht es u.a. aus der Fähigkeit sich Balancen zu schaffen soweit das möglich ist. Eine frühe Form war das Ora et labora der Mönche, modisch ausgedrückt nennt man es heute „Work & Life Balance“. Andere heißen „Geben und Nehmen“, „Zuwendung und Rückzug“. Als ehrenamtlicher Begleiter biete ich Interesse, Aufmerksamkeit sowie praktische Hilfe und Einfühlung an. Dennoch bleibt mir genug Zeit für mich selbst. Dazu kommen für mich die vielen Geschenke in Form von wechselnden Erfahrungen aus Teilhabe an menschlichen Schicksalen und Grenzsituationen. Die mögen nicht immer leicht sein, aber sie vermitteln mir wertvolle Klarheit. Diese gedachte „win-win-Situation“ empfinde ich als ungemein bereichernd."

 

Günter Roggel, Paderborn 


Erfahrungsbericht eines ehrenamtlichen Mitarbeiters

Meine erste Begleitung für „AchtsamZeit.“
 

Frau Leifeld begleitet mich ins Patientenzimmer und ich lerne Herrn NN kennen. Volle Haare, in den Siebzigern, sehr stark abgemagert. Nach kurzer Zeit duzen wir uns auf seinen Wunsch hin und aus dem Gast wird ein Mensch. Totkrank und im präfinalen Stadium aber noch voll ansprechbar, der anscheinend sein Schicksal angenommen hat. Am nächsten Tag ist es anders. Herr NN ist eingetrübt und schläft fast durchgehend. Kurz vor meinem Besuchsende hören wir abendliches Glockengeläut vom Dom und er reagiert. Ich öffne das Fenster und er versucht langsam etwas mit "Messdiener" auszudrücken.

Die nächsten Tage werden zur Begleitung eines Hinübergehenden. Immer noch sein fester Händedruck. Er braucht meine Hand um irgendwas auszudrücken oder einfach zur Ruhe zu kommen. Stunden ohne Gespräch aber mit Tiefe und Ruhe, manchmal mit einem laut gesprochenen Gebet. Er hat keine Schmerzen, trinkt nicht mehr.

Am vierten Tag verstirbt er. Kurz vor meinem Besuch. Was bleibt? Ein Name, ein Gesicht, ein Schicksal eines zum Lebensende sehr einsamen Mannes. Der uns beiden noch sinnvolle gemeinsame Zeit schenken konnte.

 

Autor: Wolfgang Kalischek

Wenn Sie Interesse oder weitere Fragen haben melden Sie sich bitte über unsere Kontakte (auf der Webseite unten). Gerne vereinbaren wir auch einen Gesprächstermin bei uns im Büro oder in dem gewünschten Seniorenheim.